Die Kinder setzen sich im Spiel über Bewegung und Wahrnehmung mit ihrer sozialen wie auch ihrer dinglichen Umwelt auseinander. Sie erfassen auf diese Weise die Regeln (= Sozialkompetenz), Gesetzmäßigkeiten und Beschaffenheit der Umwelt (=Materialkompetenz). In der Bewegung des eigenen Körpers macht schon das kleine Kind wichtige Erfahrungen in Bezug auf seine eigene Person (= Selbstkonzept). Neben der Bedeutung von Bewegung und Wahrnehmung für die Entwicklung der Identität von Kindern ist sie Grundlage für die kognitive Entwicklung. Nach zentralen Auffassungen der neueren psychologischen Lernforschung und Hirn-Wissenschaft ist Bewegung an sich bereits Lernen. Was der Mensch ganzheitlich lernt, ist nachhaltiges Lernen und schafft Basis für weiteres Lernen. Hinzu kommt, dass Kinder nur selbstbestimmt und in der tätigen Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt lernen. Bewegung und Wahrnehmung bilden hier die Grundlage. Durch Bewegung wird das Kind wesentlich in seiner Entwicklung geformt. Alle Persönlichkeitsbereiche wirken dabei wechselseitig aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig. Die Berücksichtigung dieser Wechselwirkung und die Unterstützung durch vielfältige Methoden ist die Grundlage pädagogischen Handelns und fördert die Gesamtpersönlichkeit.

Die Heimvereine der Jugendsportgemeinschaft Erft 01 - RW Billig und SW Stotzheim