"Wir wollen eine Talentschmiede sein"

JSG Erft 01 spielt in der neuen Saison mit vielen Mannschaften auf Verbandsebene

 U17, U16, U15, U14 und U13 – das sind nicht etwa die U-Bahn-Linien einer Großstadt, sondern die Mannschaften, die in der kommenden Saison mit dem Wappen der JSG Erft 01 auf der Brust auf Verbandsebene spielen werden. Damit kämpft die Jugendspielgemeinschaft in allen möglichen Jahrgängen in der Bezirksliga um Punkte. „Wir sind froh, dass es geklappt hat. Es hat uns aber alle überrascht, dass es so schnell gegangen ist“, sagt Wilhelm Schlipp, Vorsitzender der JSG.
 

Geht es nach ihm, soll der Erfolg keine einmalige Sache bleiben: „Natürlich wollen wir das bestätigten. Und ich könnte mir vorstellen, dass unsere A-Jugend in der übernächsten Saison den Sprung in die Mittelrheinliga schafft.“ Überraschend sei aus seiner Sicht die Bezirksliga-Qualifikation der B-Junioren und der U14 gewesen. „Damit war wirklich nicht zu rechnen. Aber beide Teams haben es sich absolut verdient“, so Schlipp.




 

In der neuen Saison werden mindestens 16 Junioren- und zwei Seniorenteams ihre Heimspiele in Kuchenheim austragen. „Wir stoßen langsam an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt der JSG-Chef. Der Plan für den Bau eines zweiten großen Kunstrasenplatzes soll aber erst mal in der Schublade bleiben. Der Neubau des Vereinsheims habe eindeutig Priorität.

Zeitgleich soll die Ausbildung der Trainer weiter vorangetrieben werden. Laut Schlipp hat jeder JSG-Coach einen Trainerschein – zwei sogar den B-Schein mit Qualifikation. Überhaupt sei die Zusammenarbeit der Übungsleiter vorbildlich. In den jüngeren Jahrgängen werde bereits an einer einheitlichen Spielidee gearbeitet.
 

„Wir versuchen, jedes Problem spielerisch auf dem Platz zu lösen“, erklärt Trainer Kevin Greuel, der seine Mitstreiter in einer Whatsapp-Gruppe immer wieder auf den neuesten Stand bringt. Greuel, der mit der U13 den Sprung in die Bezirksliga geschafft hat, ist glücklich mit der Entwicklung, will sie aber weiter vorantreiben.
 

„Wir werden bei den größeren Vereinen deutlich wahrgenommen. Es kommen mittlerweile auch Spieler von außerhalb, weil sich herumgesprochen hat, dass wir gute Arbeit leisten“, sagt Greuel, der zu einer Art FC Hennef werden will: „Der Verein ist bekannt für seine hervorragende Jugendarbeit, eine echte Talentschmiede.“
 

Helfen soll dabei auch eine Namensänderung. Bei der nächsten Mitgliederversammlung soll über den Zusatz „Euskirchen“ im Namen abgestimmt werden. Dann würde die JSG Erft 01 Euskirchen um Punkte kämpfen. „Wir hoffen, dass wir dadurch noch mehr mit Euskirchen in Verbindung gebracht werden. Nicht selten denken Fremde, dass das Erft etwas mit Erftstadt zu tun habe“, so Schlipp: „In Euskirchen verbinden viele Jugendfußball vor allem mit dem ETSC. Auch dem soll der Name entgegenwirken.“
 

Während die Kreisstädter aktuell Probleme im Jugendbereich haben und beispielsweise in der neuen Saison bei den B-Junioren keine Mannschaft melden, läuft es bei der JSG rund. „Schadenfreude ist total fehl am Platz. Wir schauen auf uns und wollen unseren Verein weiterentwickeln“, sagt Schlipp. Die Kooperation mit dem 1. FC Köln habe sich sehr gut entwickelt.
 

Als neuen Trainer für die Jugend hat die JSG Erft den ehemaligen Co-Trainer von Frank Molderings bei den ETSC-Senioren gewonnen. Zur neuen Spielzeit wird Stefan Esser ein Team übernehmen. „Das ist ein sehr guter Fang“, sagt Trainer-Kollege Greuel. Die Senioren werden ab sofort von Volker Saure und Robert Zimons trainiert. Um die Torhüter kümmern sich Christoph Kohnert, Michael Liebertz und der A-Junioren-Schlussmann Nico Wirtz.

Jugendsportgemeinschaft Erft 01 e.V.

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